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Lokalisierung – im Branchenjargon auch "L10n" genannt – umfasst sämtliche Prozesse, mit denen ein Produkt oder eine Dienstleistung angepasst wird, um in internationalen Märkten vertrieben zu werden. Diese Anpassung betrifft neben den kulturellen und formellen Normen des Zielmarktes vor allem seine wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Lokalisierung eines Produktes ist vor allem dann erfolgreich, wenn das Produkt bereits bei seiner Entwicklung von kulturellen Normen befreit wird. Dieser Prozess wird als Internationalisierung oder "i18n" bezeichnet. Ein nicht internationalisiertes Produkt benötigt Anpassungen oder Neuentwicklungen, sobald es lokalisiert wird – z. B. das Vergrößern aller Dialogfenster einer lokalisierten Benutzeroberfläche, weil die Zielsprache länger ist als der Ursprungstext. Lokalisierung und Internationalisierung sind Teil der strategischen unternehmerischen Aufgabe Global Content Management.

Eine herausragende Rolle bei der Lokalisierung spielt die korrekte Aufbereitung der sprachlichen Inhalte (die Übersetzung). Je mehr der Anwender interaktiv mit dem Produkt umgehen muss, desto höher ist der Aufwand zur Lokalisierung des Produktes.

Grundsätzlich stehen Ihnen als Hersteller drei Möglichkeiten zur Verfügung, wenn Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen lokalisieren möchten: Sie nutzen eigene Mitarbeiter, Sie setzen Ihren Distributor ein oder Sie beauftragen einen Localization Services Provider (LSP). Jede Methode hat ihre Vorteile und ihre Nachteile – die Auswahl der richtigen Methode hängt von Ihrer Strategie und Ihrem Marketing ab.

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